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Tip 28.03.2009 |
Diese Anleitung ist eine Profianleitung für Acryl Nägel mit dem Tailored Deluxe System. Wir machen darauf aufmerksam das diese Anleitung keine Schulung ersetzt.
1. Vorbereitung 2. Schablonen Anlegen 3. 1. Primerschicht 4. Mischungsverhältnis 5. Der Auftrag 6. Das Feilen 7. Der letzte Schliff |
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1. Desinfizieren Sie die Hände der Kundin und Ihre eigenen. 2. Nagellack entfernen mit speziellem Nagellackentferner für Kunstnägel.
Tip für Anfänger: Der wichtigste Arbeitsschritt einer Verlängerung ist der Aufbau des Stresspunktes. Drücken Sie die freie Nagelspitze nach unten, jetzt entsteht eine weißliche Stelle in der Nagelplatte. Diese hellere Stelle ist der Stresspunkt und hier sollten Sie später das meiste Material auftragen. |
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Vorbereitung |
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3. Naturnagelvorbereitung (Entfettung) mit einer 100 Grit Feile, hier im Beispiel die Velociraptor Feile 100 / 120 grit . Die richtige Vorbereitung des Naturnagels schränkt das Lifting um 75 % ein. Feilen Sie bitte immer vom freien Rand nach unten zum Eponychium und zurück. Nicht kreuz und quer über den Naturnagel feilen, das macht ihn kaputt. Ausserdem schieben Sie durch diese Bewegung die Nagelhaut direkt sanft zurück. Der Nagel ist richtig vorbereitet, wenn er keine glänzenden Stellen mehr aufweist. |
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4. Ein weiteres Problem für Liftings ist auf den Nagel zurückgebliebene und festgewachsene Nagelhaut, diese sollten Sie nun mit einem Naturstein, hier der Prep Stone, wegradieren.
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5. Der Nagel wird nun gründlich entstaubt. Es ist wichtig alle losen Bestandteile von der Nagelplatte zu entfernen, denn auch das kann wieder zu Anhebungen führen.Verwenden Sie hierzu eine feste Nagelbürste die Sie später desinfizieren können, weil sich in der Bürste gerne Keime und Bakterien festsetzen. |
Schablonen Anlegen |
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Für breite Nägel sind alle Schablonen perforiert, so das Sie sie hinten öffnen können. Rollen Sie die Schablone immer erst zwischen Ihren Fingern um ihr schon die Form des Nagels zu geben, dann schieben Sie erst ein Ende unter eine Seite des freien Randes und dann unter die andere Seite, jetzt erst wird die Schablone am Finger aufgeklebt und vorne geschlossen. Die Schablone muss passgenau mit dem Nagel abschliessen, sonst läuft das Material darunter. |
1. Primerschicht |
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Wenn alle 10 Nägel vorbereit sind, setzen Sie auf jeden Nagel ca. in der Mitte eine winzige Menge Primer. Mit winzig meinen wir, das Sie den Pinsel gut am Flaschenrand ausdrücken und nur diese aufgenommene Menge auf 5 Nägel setzen können. Sie können zusehen wie die Flüssigkeit sich fast von selbst auf dem ganzen Nagel verteilt, setzen Sie nur da noch einmal kurz etwas nach, wo die Flüssikeit nicht hingezogen ist. Lassen Sie nun die erste Primerschicht trocknen, die im Primer enthaltenen Wirkstoffe töten alle sich auf der Nagelplatte noch befindenden Keime und Bakterien und entfettet ihn.
Wichtig: Primer ist eine Methacrylsäure und kann zu Hautirritationen führen. 1 Flasche Primer reicht für ca. 1000 Nägel, so können Sie sich vorstellen in welch kleiner Menge er angewandt wird. Sollte Ihnen eine Flasche umkippen, und Sie selber oder Ihre Kundin treffen, entfernen Sie alle betroffenen Kleidungstücke und spülen Sie sofort alle betroffenen Hautbereiche mindestens 15 Minuten mit Seife und fließendem Wasser. Arbeitsflächen usw. ebenfalls mit Seife und Wassser reinigen, tragen Sie hierbei besser Handschuhe. Klagt eine Kundin über Brennen an den Fingern, lösen Sie etwas Natron in kaltem Wasser auf und lassen die Kundin den Finger darin baden. Natron hebt die Wirkung des Primers auf. Ein Primerhalter sorgt für einen sicheren Stand der Flasche auf Ihrem Arbeitstisch. |
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Mischungsverhältnis |
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Tauchen Sie den Pinsel ganz in das Liquidfass ein, ziehen sie eine Seite am Rand hoch und drücken sie dadurch den Pinsel aus (je nach Jahreszeit auch zweimal), mit der nicht ausgedrückten Seite tauchen Sie schräg ins Pulver und ziehen Sie den Pinsel zu sich hin, bis das der Ballen so groß ist wie sie das möchten.
Das klingt sehr einfach, doch das Mischungsverhältnis ist eine reine Übungssache und auch von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Aber auch die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur im Studio nehmen Einfluss auf das Mischungsverhältnis. Hat die Kundin z.b. kalte Hände fängt das Material an zu laufen. (Tip halten Sie in den Wintermonaten Dinkelkissen bereit um die Hände Ihrer Kundin vorzuwärmen) Auch ist die Verarbeitung in den Sommermonaten meist anders als in den Wintermonaten. Probieren Sie neue Produkte deshalb immer erst zuerst auf einer Prospekthülle oder einem Tip aus.
Zu trocken und seine Auswirkung: Einen zu trockenen Ballen (zuviel Pulver) erkennt man schnell an seiner Oberfläche. Er ist sehr schwierig zu verarbeiten, ist steif und härtet sehr schnell aus ohne das man ihn glätten kann. Trockene Ballen kleben am Pinsel und hinterlassen Luftbläschen auf der fertigen Modellage. Der zutrockene Ballen härtet nicht komplett aus und führt in den meisten Fällen zu Liftingproblemen.
Zu nass und seine Auswirkung: Zu nass wird der Ballen, wenn der Pinsel nicht richtig am Liquidfass ausgestrichen wird oder zu wenig Pulver aufgenommen wird. Sie merken es daran, das das Bällchen vom Pinsel fällt. Dieses falsche Produktaufnahme für zu noch mehr Problemen. Das Bällchen ist sehr schwer oder garnicht mehr zu kontrollieren und läuft in die Nagelfalz, auch ist die Gefahr von Lufteinschlüssen unter der Modellage sehr stark erhöht.Zu nasse Verarbeitung führt zu einer erhöhten Schrumpfung des Produktes und somit sehr schnell zu sogenannten Taschenliftings. Außerdem wird der Kontakt zur Nagelhaut und Nagelfalz erhöht und dieses wiederum kann zu Kontaktallergien beim Kunden führen.
Viele Naildesigner machen den Fehler das sie denken wenn sie flüssiger arbeiten mehr Zeit zum ausmodellieren haben, das ist völlig falsch. Sollten Sie mit der Zeit nicht hinkommen fragen Sie lieber ihren Lieferanten nach einem langsam härtenden Produkt das Ihnen mehr Zeit verschafft.
Wenn Sie merken, das Ihr Ballen zu nass oder zu trocken ist versuchen sie nicht diesen Fehler zu korrigieren, sondern streifen sie das Produkt lieber ab, säubern Ihren Pinsel und nehmen neues Material auf. Ein nachträgliches Korrigieren kann man nie exakt einschätzen, außerdem verunreinigen Sie ihr Liquid und alle oben genannten Probleme treten vermehrt auf. Auch ein zu groß oder klein geratener Ballen kann besser abgestrichen werden, denn das was Ihnen durch diese falsche Produktaufnahme an Kosten für Material entstehen ist gering gegen die Kosten der Feilzeit die Sie später benötigen.
Tailored Deluxe Produkte werden sehr feucht verarbeitet. |
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8. Zweiter Primerauftrag an einem Nagel. Diesen Auftrag nehmen Sie genauso sparsam vor wie den ersten, setzen aber den Punkt Primer immer erst auf, kurz bevor Sie das Acryl auftragen. Sie arbeiten jetzt also direkt in den noch feuchten Primer. |
Der Auftrag |
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Auftragen des Produktes in dem gewählten Weißton. Tailored Nails Deluxe Pulver erhalten Sie in folgenden Tönen: Natural White (ein ganz starker Weißton), soft White (etwas abgeschwächt, jedoch sehr gut deckendes Weiß) und in Natur (milchig und ganz natürlich) Sie fangen an der freien Nagelspitze mit dem ersten und größtem Ballen an, die Nagelspitze sollte ungefähr die Stärke eines Tips aufweisen. Ballen mittig aufsetzen, etwas laufen lassen. Die Seiten hochschieben, die Smileline ziehen und den gesamten Auftrag etwas drücken: rechts, links, mitte. Das Material wird nur gedrückt nicht gestrichen. Die Pinselspitze zeigt beim Auftrag und Drücken etwas nach oben. Einen zweiten Ballen können Sie feucht nachsetzen ohne das das Material Schatten wirft.
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Zweiter Ballen (Stresspunkt) in Pink. Auch hier haben Sie die Möglichkeit je nach Nagelbettfarbe oder Wunsch der Kundin zwischen verschiedenen Pinktönen zu wählen. Clear (Klar), soft Pink (schönes deckendes Rosa), Natural Pink (stärkerer Pinkton durchsichtig) Über dem Stresspunkt wird das Material in ca. doppelter Stärke aufgetragen und läuft zur Nagelfalz und zum Nagelhäutchen hin dünner aus. Der Pinsel liegt in der waagerechten. Auch hier wieder: rechts, links, mitte allerdings wird das Material jetzt ganz leicht (wie eine Feder) über die weiße Spitze gezogen). |
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Am hinteren Rand (Lunula, Nagelmond) zeigt die Pinselspitze nach unten. Der 3. Ballen ist kleiner als seine Vorgänger, lassen Sie das Material nicht in den Nagelrand laufen, sondern ziehen Sie es frühzeitig über den zweiten Ballen zu sich hin. Der Pinsel gleitet wieder wie eine Feder über das Material. Säubern Sie die Ränder indem sie etwas fester mit dem Pinsel darüber fahren, auch können Sie hierfür den Dottigtool nutzen. Ein minimaler Rand zwischen Material und Nagelhaut sollte frei bleiben. Dieser Rand sollte ungefähr die Stärke von 3 übereinander gelegten Visitenkarten aufweisen. |
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Pinchen. Mit diesem Drücken geben Sie dem Tunnel (C-Kurve) die richtige Form und geben dem Aufbau mehr Stabilität. Legen Sie ihre eigenen Daumennägel in Höhe der Smileline etwas schräg an und geben einen leichten Druck auf das Material. Das Material darf nicht mehr am eigenen Nagel kleben bleiben, dann wäre es zu früh, allerdings ist das Material schon durchgetrocknet, ist es zu spät. Wir selber pinchen denn ersten Nagel, wenn der zweite Nagel komplett mit dem Produkt modelliert wurde. Den richtigen Zeitpunkt müssen Sie selber entscheiden, denn es kommt immer darauf an, wie schnell oder langsam sie arbeiten. Falsches Pinchen kann zu Nagelbruch führen, deswegen gehört auch hier einge Menge Übung zu. Siehe auch unter Tips: Die C-Kurve |
Das Feilen |
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11. Das Feilen. Rechte Seite, linke Seite und die freie Nagelspitz. Ob Sie hier nun mit einer Halbmondfeile oder geraden Feile besser arbeiten, müssen Sie ausprobieren. Für die Seiten- und die Formlinie sollte die Feile eine gerade Kante haben. |
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11a. Um der Nagelspitze eine Form zu geben, halten Sie die Feile wie oben beschrieben. Bei der geraden Form (Square oder amerikanisch) halten Sie die Feile im 90° Winkel. Bei der leicht abgerundeten Form (Square oval) wird die Feile im 45° Winkel gehalten. Je runder der Nagel wird, desto kleiner wird der Winkel. Siehe auch unter Tips: Die richtige Nagelform |
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Die Kontur am Nagelbett feilen Sie mit der 180 Grit Feile. Die graue Tailored Feile 180 hat ein gepolstertes Zentrum, so das Sie Ihre Kundin nicht so schnell verletzen. Zwischen Material und Nagelhaut entsteht beim Auftrag eine winzige freie Stelle und man hat einen leichten Übergang. Diese Stelle befeilen Sie nun solange, bis keine Unebenheiten mehr vorhanden sind und der Übergang Material und Naturnagel fast übergangslos erfolgt. Dabei sollten Sie mit der Feile auf dem Material arbeiten und nicht den Naturnagel anfeilen. |
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Während Sie den unteren Rand befeilen sollten Sie Ihre Feile wie folgt halten: Ein Feilenende zwischen Zeige- und Mittelfinger legen, den Daumen auf die obere Hälfte der Feile. Legen Sie die Feile ungefähr in der Mitte des Freiraumes, der zwischen Ihrem Zeigefinger und Daumen entstanden ist, an und feilen Sie von rechts bis ca. zur Mitte. Stellen Sie sich dabei eine Hufeisenform vor. Wenn sie diese Seite befeilt haben, drehen Sie die Feile in der Hand, so das jetzt ihr Zeigefinger auf dem oberen Ende der Feile liegt und feilen Sie die andere Seite der Hufeisenform von der Mitte nach links. Durch die spezielle Haltung der Feile üben Sie keine zu großen Druck auf das empfindliche Nagelbett aus und nutzen die gesamte Fläche der Feile und nicht immer nur die Endungen. |
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Um die letzten Feilspuren zu beseitigen benutzen Sie nun einen Buffer oder die Belodonfeile. Schleifen Sie vorsichtig den kompletten Nagel. |
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Der letzte Schliff |
Den fertigen Nagel samt Nagelhaut einölen. Die Nägel sollten danach von Ihrer Kundin gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. |
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Polieren Sie anschließend die Nägel auf Hochglanz. Dazu nehmen Sie den Chamois Buffer und die dazu gehörende Buffingcreme. Der Nagel erhält einen schönen natürlichen Glanz. |
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Wünschen Sie einen starken Glanz. Lackieren Sie die Nägel mit Highglass Coat. Hochglänzender Überlack aus der Tailored Produktion. |
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Gehen Sie oder Ihre Kundin zur Sonnenbank, braucht der Kunstnagel einen Schutz vor Vergilben. Dazu lackieren Sie den A-Coat von Tailored Nails. |
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